Polnische Weisheiten

Gibt sicher auf der ganzen Welt viele Menschen, die diese Erkenntnis auch schon lange hatten. Mir wurde es erst bewusst, als mich jemand darauf aufmerksam machte, vielleicht seid ihr alle auch schon schlauer. Bewusst danach zu leben ist jedoch wieder eine andere Sache.

Ich habe mir wegen einer Sache Gedanken gemacht, die eventuell eintreten könnte, darauf erhielt ich von einem Freund nur ein „Ach weißt du Lavie, das unterscheidet uns Polen von den Deutschen, wir machen uns erst Sorgen, wenn das dann auch wirklich eintritt“. Vermutlich hat das eher wenig mit den Ländern zu tun aber ich finde der Gedankengang ist es wert einmal ausgesponnen zu werden.
Das hat nicht unbedingt etwas mit Leichtsinnigkeit zu tun, diese Art zu Leben kann man durchaus mit einem gewissen Verantwortungsbewußtsein kombinieren.

Einmal den Porsche eines Freundes probefahren? Macht viel mehr Spaß ohne „oh je wenn etwas passiert wirds schwierig“, einfach nur anständig fahren, das ganze genießen ohne auch nur den Hauch eines Gedankens zu verschwenden für den eventuellen Fall eines Unfalls.

Genetisch mit Krebs vorbelastet? Immer zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen aber bitte nicht stundenlang recherchieren was krebsauslösend ist und was denn wäre, wenn man auch erkrankt.

Steuererklärung noch nicht erhalten? Eventuell eine Nachzahlung fällig? Bis der Brief dann tatsächlich eintrudelt sind jegliche negative Gedanken absolut sinnlos.

Immer wieder gut sich das ganze auch aktiv in Erinnerung zu rufen, ich denke nicht, dass das jeder permanent im Kopf hat, daher hier von mir nun eine kleine Erinnerung 🙂

Wen interessiert schon die Zukunft?

Da dürften nun einige widersprechen. Gut, es ist schon wichtig, dass man sich vornimmt eine Ausbildung abzuschließen, wobei das auch schon der einzige Sonderfall ist, bei dem man sich ein paar Gedanken um das zukünftige Leben machen sollte, welcher ein wenig Planung erfordert.
Ansonsten sollte man sämtlich alle Vorstellungen, Grübeleien und Erwartungen diesbezüglich abstellen. Die meisten Menschen setzen sich viel zu hohe Ziele, beruflich mindestens ein bestimmtes Gehalt, heiraten, ein Einfamilienhaus bauen, mindestens 2 Kinder, eine Ehe, die bis zum Tod gut läuft, etc.
Dass das nicht funktionieren kann und sie kläglich scheitern werden liegt auf der Hand.

Die einzigen Gedanken in Richtung Zukunft, die erlaubt sind, lauten eher so oder ähnlich: „Wo werde ich dieses Wochenende ausgehen?“, „Was mache ich mir heute Abend zu essen?“, „Wohin fahre ich dieses Frühjahr in den Urlaub?“.

Mit der Vergangenheit ist es genauso, nicht zu viele Gedanken verschwenden an Dinge, die niemand mehr ändern kann. Wenn man ein Blitzfoto wegen zu schnellen Fahrens geschickt bekommt, nicht darüber aufregen sondern einfach emotionslos bezahlen. Wenn man die Schule abgebrochen hat nicht ewig bereuen sondern akzeptieren und Verständnis für das „alte Ich“ aufbringen.

Letztendlich lebt man in der Gegenwart und muss genau dann dafür sorgen die besten Momente, Abenteuer und Erlebnisse zu erfahren. Was davor war und danach kommen wird ist egal.

Operationslicht, Pandabärenbettwäsche und Mikrowellenspiegel

Diesmal ein Beitrag für die Herrenwelt und ein schöneres zu Hause und was man(n) gerne bei der Einrichtung vergisst, hier die Sichtweise einer Frau:

Es heißt so schön „My home is my castle“ aber ist es auch das Schloss von anderen? Man könnte nun damit argumentieren, dass man sich selbst in seiner Wohnung wohl fühlen sollte und es recht egal ist ob anderes das ebenfalls tun. Um bei der weiblichen Fraktion ein paar Pluspunkte zu sammeln und Comfort zu erzeugen, der wiederum wichtig ist, wenn man(n) noch mehr plant an dem Abend, sind drei Dinge essenziell:

1. Die Lichtquelle
Es gibt einige Exemplare, die eine Glühbirne am Draht in der Mitte der Zimmerdecke baumeln haben. Direkt nach dem Einzug steht „Lampe kaufen“ noch auf der To Do Liste aber irgendwann wird es vergessen und so hängt die blanke Glühbirne über Jahre hinweg in voller Leuchtkraft…
Übrigens werden Umzugskartons, die noch irgendwo in Räumen herumstehen nach drei Monaten als Mobiliar betrachtet und vom Bewußtsein nicht mehr wahr genommen. „Perfekt, drei Monate durchhalten, dann stört es mich nicht mehr“ könnte nun der ein oder andere sagen, alle Gäste werden aber vermutlich etwas verstört schauen.
Zurück zum Licht: Deckenleuchten sollte man prinzipiell vermeiden, lieber indirektes Licht oder Stehlampen die etwas abgeschirmt sind. Mehrere kleinere/dunklere Lichtquellen sind immer besser als eine einzige mit der Leuchtkraft eines OP-Tischs.

2. Die Bettwäsche
Auch wenn der Haushalt noch sehr neu ist darf man gerne Omas Topfset aus den 60ern verwenden, aber bitte nicht alte Bettwäsche, die im Haushalt der Eltern oder Großeltern noch übrig war (wenn es danach ginge hätte ich nämlich Pandabärenbettwäsche). Das ist ein Gegenstand, der unbedingt neu gekauft werden sollte. Farblich bitte möglichst Ton in Ton mit irgendwelchen anderen Möbeln oder Heimtextilien, die bereits vorhanden sind. Uni oder Muster ist geschmackssache, mit beispielsweise einfarbig blau  macht aber niemand etwas falsch.

3. Der Spiegel
Da der Mann von Natur aus schön ist und es keinerlei Hilfsmittel bedarf (haha) reicht ein Spiegel-Kontroll-Blick von vermutlich 5 Minuten täglich aus. Einer über dem Waschbecken und fertig ist die Einrichtung diesbezüglich. Dabei wird gerne vergessen, dass das Weibchen während er im Bad ist die Zeit gerne nutzt um jegliche Ähnlichkeit mit Gollum im Keim zu ersticken. Dazu braucht es aber einen weiteren Spiegel. Es ist nicht sehr schön aus der Not heraus eine leicht spiegelnde Mikrowelle benutzen zu müssen um sich die Haare zu machen 😉

Provokation ist der Anfang

Manche Beiträge werden bei dem ein oder anderen erst einmal auf Ablehnung stoßen, das ist durchaus so gewollt. Wir lernen durch unsere Sozialisierung gerade beim Thema Beziehung/Verführung/etc. erheblich viele komplett falsche Vorgehensweisen.

Indem man mit der Nase reingestupst wird und eine andere – vielleicht ab und an übertriebene – Sichtweise vorgelegt bekommt kann man sich überhaupt erst in manchen Denkprozessen ändern. Reflektieren ist das Stichwort was zum Ziel führen wird.