Wen interessiert schon die Zukunft?

Da dürften nun einige widersprechen. Gut, es ist schon wichtig, dass man sich vornimmt eine Ausbildung abzuschließen, wobei das auch schon der einzige Sonderfall ist, bei dem man sich ein paar Gedanken um das zukünftige Leben machen sollte, welcher ein wenig Planung erfordert.
Ansonsten sollte man sämtlich alle Vorstellungen, Grübeleien und Erwartungen diesbezüglich abstellen. Die meisten Menschen setzen sich viel zu hohe Ziele, beruflich mindestens ein bestimmtes Gehalt, heiraten, ein Einfamilienhaus bauen, mindestens 2 Kinder, eine Ehe, die bis zum Tod gut läuft, etc.
Dass das nicht funktionieren kann und sie kläglich scheitern werden liegt auf der Hand.

Die einzigen Gedanken in Richtung Zukunft, die erlaubt sind, lauten eher so oder ähnlich: „Wo werde ich dieses Wochenende ausgehen?“, „Was mache ich mir heute Abend zu essen?“, „Wohin fahre ich dieses Frühjahr in den Urlaub?“.

Mit der Vergangenheit ist es genauso, nicht zu viele Gedanken verschwenden an Dinge, die niemand mehr ändern kann. Wenn man ein Blitzfoto wegen zu schnellen Fahrens geschickt bekommt, nicht darüber aufregen sondern einfach emotionslos bezahlen. Wenn man die Schule abgebrochen hat nicht ewig bereuen sondern akzeptieren und Verständnis für das „alte Ich“ aufbringen.

Letztendlich lebt man in der Gegenwart und muss genau dann dafür sorgen die besten Momente, Abenteuer und Erlebnisse zu erfahren. Was davor war und danach kommen wird ist egal.

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Was man nicht weiß macht einen heiß

Der Beitrag wird ein wenig auf diesen aufbauen!

Auf meiner Pirsch durch das Internet fallen mir immer wieder Paare auf, die es zwar tolerieren, dass der andere im Laufe der vielen Jahre mal jemand anderen haben wird, die das ganze aber mit einem „du kannst machen was du willst, aber ich möchte es nicht wissen“ absegnen.

Ich gratuliere, damit ist man schon mal einen großen Schritt weitergekommen indem man akzeptiert, dass es in jeder gesunden Beziehung mal passieren kann, dass man auch mal Interesse für andere entwickelt, in welcher Form auch immer.
Spielen wir aber nun das Szenario einmal durch – eine Beziehung in der abgemacht wurde, dass der andere jeweils nicht wissen möchte, was gemacht wird:
a) Einer arbeitet länger – der andere denkt sofort, dass die Zeit woanders genutzt wird.
b) Einer geht alleine aus – der andere weiß nicht was genau passieren wird.
c) Einer trifft sich mit Freunden – vielleicht gelogen und derjenige trifft sich mit anderen?
d) Einer möchte mal alleine sein – vielleicht gelogen und derjenige trifft sich mit anderen?
e) Einer begrüßt überschwenglich eine unbekannte Person – vielleicht eins der Abenteuer?
f) Einer berichtet von früheren Erlebnissen – vielleicht gelogen und es waren welche, die während der Beziehung stattfanden?
g) Die Anrufe und Nachrichten auf dem Handy häufen sich – vielleicht eins der Abenteuer?
h) Einer hat ein Dauergrinsen im Gesicht – ein tolles Erlebnis mit jemanden gehabt, der viel besser ist?

Mit anderen Worten man hat beste Chancen absolut paranoid zu werden.

Man kann sich das alles sparen indem man offen ist und wirklich alles in dieser Richtung beredet, vielleicht nicht bis ins kleinste Detail aber die groben Fakten sollten besprochen werden. Man sollte sich auch darüber bewusst sein, dass die Erlebnisse, die jeder macht qualitativ immer um einiges hinterherhinken. Was ist entspannender als ein „ich habe mich gestern übrigens mit einer getroffen und sie wollte unbedingt, dass das Licht aus ist, hätte ich mir irgendwie sparen können…“?