Liebes Tagebuch… alles toll!

…ja richtig gelesen, Tagebuch schreiben ist wieder angesagt.
Aber erst einmal hole ich etwas aus: Leider verlieren wir im Alltag oft den Blick für die kleinen schönen Dinge. Jeder steckt sich große Ziele: Karriere machen, Traumfrau/Traummann finden, heiraten, Kinder, großes Auto, tolle Urlaube. Das schreit förmlich danach, dass man bei irgendeinem Punkt definitiv scheitern wird. Zudem entwickelt man bei 40 oder mehr Stunden Arbeit die Woche, Haushalt, „Freizeitstress“, etc. eine Art Tunnelblick und die Wahrnehmungsfähigkeit schwindet.

Um die kleinen schönen Dinge überhaupt wieder zu erleben ist etwas Training nötig. Und genau hier kommt das Tagebuch ins Spiel. Viele werden nun ein Buch mit einem Schloss, einer Diddlmaus und Plüschrahmen vor Augen haben. Keine Sorge, so schlimm wird es nicht. Jedes Handy hat heutzutage eine Notizzettelfunktion, wobei es sogar Tagebuch Apps gibt, auf die man aber auch getrost verzichten kann.

Nun wird dort gnadenlos alles stichpunktartig aufgeschrieben, was in irgendeiner Form schön war. Hier eine kleine Auswahl, welche scheinbaren Lapalien durchaus aufschreibenswert sind:
– im Winter das Gesicht in die Sonne halten
– Computer spielen und Häagen Dazs essen
– Tauben bei einem Bad in der Pfütze beobachten
– einen Marienkäfer auf der Hand haben
– Lied XY laut hören
– den Vollmond sehen
– Frühstücken im Bett

Um noch etwas NLP beizusteuern noch der Tipp, dass man sich solche Erinnerungen möglichst groß, bunt und auf allen Sinneskanälen „einspeichern“ sollte. Heißt also nicht nur visuell sondern auch mit Ton, ebenso noch über den kinästhetischen, olfaktorischen und gustatorischen Kanal (wehe jemand wechselt nun zu Wikipedia 😉 ).

Negative Erinnerungen verschwinden am besten indem man sie nochmal „abspielt“, nur dieses mal in ganz klein, schwarz/weiß und man allen „bösen Leuten“ eine Piepsstimme verpasst. Die haben jedoch in dem Tagebuch nicht mal annähernd etwas zu suchen.

Frohes Notizzettel befüllen!

Vaddis weiser Rat

Den wichtigsten Tipp im Umgang mit Männern, der eigentlich alles zusammenfasst und übergeordnet über jedem kleinen Thema schwebt, habe ich vor langer Zeit von meinem Vater bekommen:

Sei nicht anstrengend [gegenüber Männern].

Nun würden einige Frauen protestieren und sagen „wenn er etwas ausfrisst gibt es Ärger, dann werde ich eben anstrengend, das muss sein!“. Gut aber was hat man letztendlich davon? Sie regt sich auf, er ist genervt, beide emotional am negativsten Punkt, verbessern wird sich vermutlich nichts. Er blockiert und sie wird immer wieder anstrengend sein ohne Resultate. Was bei Frauen auch sehr beliebt ist ist grundlos patzig zu sein, weil er irgendetwas nicht mitbekommen hat, was ihr aber wiederum wichtig ist. Männer sprechen eine andere Sprache, sie verstehen manche Dinge schlichtweg einfach nicht, die wenigsten sind sensibel genug um Andeutungen und Zaunpfahlwinkereien zu verstehen. Daher ist das einzige was sie letztendlich wahrnehmen eine Frau, die aus irgendeinem nicht nachvollziehbarem Grund anstrengend geworden ist.

Zu wirklich jedem Thema und über jedes Problem kann man reden, direkt und absolut offen, ohne Anfeindungen und ohne die Stimme zu erheben.

Herr Doktor, wie lautet Ihre Diagnose?

Wenn wir krank sind gehen wir zum Arzt, werden untersucht und bekommen anschließend eine Diagnose.

Für Beziehungen und generell unserem zwischenmenschlichen Miteinander werden wir dafür sehr schnell selbst zum Arzt. Da wird geradeheraus ohne Diplom und Promotion gerätselt warum andere so reagieren wie sie reagieren. Da wird jeder zum Hobbypsychater und weil eine Meinung nicht genug ist werden auch noch Freunde hinzugezogen um ebenfalls eine Diagnose zu erstellen. Letztendlich bilden wir aus dem angesammelten Meinungs-Potpourri dann eine finale Interpretation die dann real betrachtet mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit zutreffen könnte….oder auch nicht.

Letztendlich führt es also zu absolut nichts, man wird nicht schlauer, man wird auf diese Art und Weise niemals die Wahrheit erfahren. Gerade wenn es um Themen geht wie „Ich weiß nicht ob er Interesse hat“. Die Wahrheit bekommt man nur so:
a) Man wird aktiv und probiert es aus bis er/sie darauf einsteigt oder einen Korb gibt
b) Ihn/sie fragt (je nach Situation auch legitim)

Man könnte sich zu Tode analysieren, letztendlich wird man nur verunsichert und verliert das Ziel aus den Augen.

Back to basics – bloß kein Neid

Neid ist eins der unnützten negativen Gefühle überhaupt und mit etwas Übung kann man sich davon komplett lösen, also warum nicht sofort damit anfangen?

In der Gesellschaft ist es angesagt eine tolle Wohnung mit Designermöbeln zu haben, pro Jahr mindestens eine Fernreise zu machen, einen Freundeskreis zu haben, den kaum noch jemand überblicken kann und dazu einen Partner, bei dem es auch nach 10 Jahren mit der Anziehung noch super klappt – den perfekten Körper dazu nicht vergessen…

Dieses Bild suggerieren zumindest die Medien, sie wollen aber auch neue Bedürfnisse in uns wecken, die widerrum Geld in die Kasse spülen. Dieser Art der Gehirnwäsche kann man sich aber leicht entziehen, indem man in sich geht und sich fragt was man überhaupt möchte: Was ist die Basis mit der man wirklich glücklich ist, absolut losgelöst vom gesamten Umfeld?

Braucht man alle 1-2 Jahre ein neues Handy? Ist es nicht völlig ok, wenn eine Beziehung mal bereits nach 2 Jahren zu Ende geht? Ist ein Mensch mit 1-2 sehr guten Freunden weniger wert? Muss es immer Asien/Amerika/Australien sein oder bietet die Toscana nicht auch alles was man für einen tollen Urlaub braucht? Ist ein Mann ohne Waschbrett nicht begehrenswert?

Viele haben diesbezüglich eine geprägte Meinung ohne selbst annähernd darüber nachgedacht zu haben. Rein finanziell braucht man für die echten Bedürfnisse eine gewisse Basis sonst wird es sehr schwer aber dennoch machbar.

Dazu passt sehr gut die Geschichte von Diogenes, einem antiken griechischen Philosophen, als er gefragt wurde was man noch für ihn tun könnte antwortete er nur sinngemäß, dass derjenige doch bitte aus der Sonne gehen soll [wikipedia].

Ein wenig Sonne, etwas zu Essen, den ein oder anderen guten Freund, ein Dach über den Kopf, sehr viel mehr braucht es nicht um glücklich zu sein.
Also bloß kein Neid, wenn Bekannte frisch aus der Karibik zurückkommen, der Arbeitskollege eine Position aufgestiegen ist oder Freunde sich einen neuen 3D Fernseher leisten:

Die Dinge sind komplett unwichtig um ein erfülltes Leben zu haben.

„Immer“ und „nie“, die Planierer-Wörter

Man wird es kaum glauben aber ich habe tatsächlich damals in Religionsunterricht die wichtigsten Dinge für das Leben gelernt, aber vermutlich nur weil es in dem Fach damals nicht annähernd um Religion ging. 🙂
Darunter auch eine Sache, die ich sehr wichtig finde aber noch nie irgendwo sonst gelesen habe, daher muss es unbedingt mit in den Blog.

Um es quasi gleich einmal komplett falsch zu machen werde ich die zwei bösen Wörter für eine Regel benutzen:
Benutzt niemals „immer“ und „nie“ in Streitigkeiten sondern immer Wörter, die nicht dermaßen absolut sind.

Als Beispiel: „IMMER lässt du deine Schmutzwäsche herumliegen!“ oder „NIE revanchierst du dich bei mir!“.
Richtig wäre in dem Fall: „Hier liegt gerade wieder eine Socke von dir herum, kannst du die bitte zukünftig in den Wäschekorb räumen?“ oder „Ich finde da wäre eine Revanche fällig, dafür dass ich dir bei XY geholfen habe“.

Durch „immer“ und „nie“ erreicht man beim anderen eine sofortige Blockade und Ablehnung, da es letztendlich nur Vorwürfe sind, gegen die man sich erstmal wehren muss anstatt es einfach das nächste mal besser zu machen.

Eine Portion „Vom Winde verweht“ bitte!

Die meisten werden die Drama Queen aus einem Kapitel in „Lob des Sexismus“ kennen, ein Typus Frau, den es unbedingt zu meiden gilt. Das ist natürlich eine Spezies bei denen diese Seite besonders extrem ausgelebt wird , letztendlich auch oft durch mangelndes Selbstbewußtsein.
Dann gibt es aber noch die kleine Portion Drama, die jede Frau ab und zu braucht. Wichtig ist nur das ganze in dem Moment zu erkennen, an den richtigen Personen auszuleben und Gutes daraus zu ziehen. Also bitte keine Diskussionen mit dem Freund führen, in denen Nichtigkeiten aufgebauscht werden um damit einen dramatischen Vorwurf zu zaubern. Oder eine kleine Provokation um um ihn emotional ein wenig aus der Reserve zu locken, damit ist letztendlich keinem geholfen. Er wird sich vermutlich unabsichtlich einen Strick daraus drehen, weil er voll in die Falle tapst. Bei ihr dagegen erzeugt es ebenfalls negative Emotionen und gefährdet eventuell sogar die Beziehung/Freundschaft Plus/etc.

Also bitte lasst ein wenig Drama in euer Leben aber wenn dann in Form von Medien, am besten abgeschottet von anderen Personen, die die Zielscheibe werden könnten. Dazu einen großen Eisbecher und wer es braucht ein Taschentuch, fertig 🙂

Wenn es dagegen um die „reale Welt“ geht seid erwachsen genug um die Seite zu unterdrücken, was nicht heißt, dass man sich alles gefallen lassen muss. Zu fast jedem Thema lässt sich komplett ruhig und sachlich ohne spitze Bemerkungen diskutieren.